Gedichte (26.09.2026)

Gedichte (26.09.2026)

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Freunde habe ich

(14.09.2026)

Freunde habe ich

wie feine Kristallgläser

gefüllt mit geläutertem Wein –

ein Schluck davon

und ein wundes Herz

findet Frieden

Freunde habe ich

wie Damawand, wie Sahand

stolz, unbeirrbar, bodenständig

hoch über die Wolken schauend

weit in die Ferne blickend

Ihre Seelen sind Lichthaine

Wenn die Erde bebt

wenn dunkler Staub

das Gesicht des Himmels bedeckt

wenn die Kälte

ihr brennendes Schwert zieht

schauen sie weiter

dorthin

wo die Boten des Frühlings

schon unterwegs sind

Freunde habe ich

die Zweifel säen

die Aussaat liebevoll

mit Wasser der Erkenntnis begießen

und bezaubernd hegen

bis Früchte entstehen

Früchte, die Verbitterte fröhlich stimmen

Früchte, die müden Wanderern

das Herz von allem Gift befreien

Freunde habe ich

die den Markt

hinter sich gelassen haben

still wie Buddha

fürsorglich, fleißig

Schmetterlinge im Wind

Sie fragen nicht

was geschieht

wenn sie die Flügel öffnen

Mutig wagen Sie das offene Meer

Gütig verteilen sie ihre Güter

Und wenn ein Lächeln

auf ihren Lippen aufblüht

rufen sie es hinaus:

Was kommen will, soll kommen

Was sein will, sei

Freunde habe ich

wie fließendes Wasser

Sanft waschen sie

den Staub der Trauer

vom Antlitz der Seele

Rein in ihrem Denken

rein in ihrem Handeln

brechen sie kein Herz

nicht einmal im Traum

Freunde habe ich

wie Mondlicht

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Ein Ruf in einem Blick

(14.09.2026)

In dieser Zeit

die wächst und blüht

voller Farben und doch

durchdrungrn ist

von Untergang und Wiedergeburt

in dieser Welt

feuertragend und wirr

die selbst der Schoß der Schönheit ist

in diesem Meer

still und sturmbewegt

gewaltig in seinen Wogen

das zugleich zu uns spricht

uns bannt und träumen lässt

in dieser Umgebung voller Gegensätze

tragen viele scheinbar schweigende Menschen

in ihren Herzen

die Geschichten ihrer Wanderschaft

voll tiefen Schauens

Sie schenken

in höchster Freigiebigkeit

was sie mühevoll errungen:

Korallen, Perlen, Juwelen ihrer Tiefe

Und wenn du

den lautlosen Ruf zu sehen vermagst

dann tragen sie

im reinen Blick des Bewusstseins

ein Gewand aus hundert Blumen

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Land der Liebenden

(14.09.2026)

Hundert Lieder sind erwacht

weil die Welt sich bewegt

und weil alles

wieder werden will

Der alte Wald wird jung

wenn seine Blätter sprechen

Sie sind wie Seide

und wie die Augen eines Neugeborenen

Zwischen den Bäumen

singt ein Vogel

und plötzlich

ist Sehnsucht da

wie immer, wenn einer

zu lieben beginnt

In der Nacht

weint der Himmel

am Morgen

liegt seine Freude als Regen

auf der Erde

und die Zeit als Staub

auf den Wegen

Die Wanderer gehen weiter

auch dieses Land

ist weitergegangen

durch Furcht und Hoffnung

durch Höhen und Tiefen

wie das Meer

Und mein Herz geht mit

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Ein Wunsch ist Demut

(16.09.2026)

Es ist Nacht.

Vor mir

mein Gedichtheft des Schweigens

neben mir

der Wein der Einsamkeit

im Haus

die kleinen Feuer

meiner Träume

In dieser stillen Stunde

geht mein Gedanke

zu den Wurzeln

Ich höre mein Herz

Es schlägt

für den jungen Baum

der in mir wächst

noch ohne Schatten

doch schon

mit Blüten

Ich bin wach

Ich bin heiter

Ich bin da

Und wieder beginnt

aus Erfahrung und Begegnung

etwas zu wachsen

Vielleicht löst sich

ein Schleier

von der Wahrheit

Vielleicht sehe ich

für einen Augenblick

etwas von dem

was verborgen war

Wenn ich es

in Worte fassen kann

wenn ein Gedanke

den Weg findet

dann möge sich

das Leid der in Illusionen Gefangenen

mindern

und sei es nur um einen Tropfen

Mehr verlange ich nicht

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Sprich vom Werden

(16.09.2026)

Sprich vom Werden

Glaube an meine Liebe

Glaube an mein Gedicht

Wenn Liebe am Himmel leuchtet

hat sie ihre Wurzeln

tief in dieser Erde

Bevor mein Gedicht

sich zum Flug erhebt

hat es das klare Wasser

dieses Flusses durchströmt

Ohne Liebe

ohne Wind und Feuer

wäre kein Wort

über meine Lippen gekommen

Wenn ich vom Werden spreche

vom Aufbruch

vom Wachsen

weil ich es erfahren habe:

Licht und Dunkelheit

sind Geschwister

Tag und Nacht

einander nah

Ich glaube an das Erblühen

des Menschen

wo er sich

mit der Welt berührt

Ich glaube an die Umarmung

von Trauer und Freude

im weiten Raum des Lebens

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Lieder des Lebens

(17.09.2026)

für das Kätzchen

Für dich

werde ich Lieder singen

helle Lieder voller Freude

leuchtend wie der Tanz der Sonne

zwischen den hohen Bäumen

Denn die Lieder des Leids

habe ich schon

zu oft gehört

Für dich

werde ich Lieder singen

Lieder des Schenkens

leicht wie das Flüstern des Mittagswindes

über den Feldern

Denn die Stimmen der Gier

habe ich schon

zu oft vernommen

Für dich

werde ich Lieder singen

Lieder der Läuterung

des Wachsens

des stillen Glücks

wenn sich etwas Schwieriges

plötzlich öffnet

und verständlich wird

Denn auch den Stimmen des Wahns

bin ich oft begegnet

Für dich

werde ich Lieder singen

Lieder der Sehnsucht

nach neuem Leben

zart wie der Blütenregen

von Apfel und Mandel

in den Gärten der Kindheit

Denn in die Lieder der Vernichtung

werde ich niemals einstimmen

Für dich

werde ich

die Lieder des Lebens singen

Solange du bei mir bist

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Die folgenden Gedichtbände können als PDF-Datei unentgeltlich heruntergeladen werden:

Bilder einer Reise

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Damawand

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Wenn die Liebe ruft

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Der Klang des Wassers Gang

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Es kommt auf dich an

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Blickwechsel. Lyrik, 2025

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