Buchvorstellung (11.10.2026)
Der kalte Geist des Krieges
Strategie der Unausweichlichkeit
Von Wolfgang Effenberger
Erste Auflage Oktober 2026, Corage Media (Etica Media B.V.), Swalmen, NL
ISBN: 978 9 083 71627 5
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„ […] Wenn der Verfasser dieses Buches fragt: >>Was bleibt vom Menschsein, wenn der >kalte Geist des Krieges< die Schlüsselbegriffe unserer Gegenwart kolonisiert…?<< und er damit die gefährdete Freiheit, Sicherheit, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Verantwortung meint, dann schrillen die Alarmglocken zurecht, denn es geht hier – und es ist Effenbergers Anliegen warnend genau darauf hinzuweisen – darum, grundlegende Bedrohungen für unsere westlichen freien, offenen und demokratisch organisierten Gesellschaften aufzuzeigen. Wolfgang Effenberger ruft in seinem Schlussplädoyer dazu auf, den Menschen nicht als Variable zu verstehen, sondern als frei urteilenden und entscheidenden Verantwortungsträger wahrzunehmen. Den in diesem Buch als Warnung für uns alle beschriebenen Strategien der Unausweichlichkeit sollten wir daher überall dort, wo wir können, Strategien der Handlungsfähigkeit entgegensetzen.“
Auszug aus dem Vorwort von Prof. Hermann Mückler
Werte Leserinnen und Leser,
am 16. August 2026 wurde hier das Buch „Kampf der Giganten. Warum China und Russland die globale Vorherrschaft der USA ablehnen“ von Daniele Ganser vorgestellt. Am 12. September 2026 folgte die Vorstellung des Sammelbandes „Rasende Zerstörung. Wirtschaftliche, politische und psychosoziale Folgen der Kriegsvorbereitung“. Dieser enthält Beiträge, die auf dem Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie e. V. vom 26. bis 29. März 2026 in Berlin präsentiert wurden.
Heute möchte ich angesichts der rasch voranschreitenden facettenreichen Kriegsvorbereitungen in Europa – insbesondere in Deutschland – auf ein drittes, aufschlussreiches Buch hinweisen: „Der kalte Geist des Krieges. Strategie der Unausweichlichkeit“ von Wolfgang Effenberger (Inhaltsverzeichnis).
Ich hoffe, dass sich daraus ein konkreter Auftrag für jede und jeden Einzelnen ergibt: Es gilt, im eigenen Tätigkeits- und Lebensbereich und im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten der zunehmenden Militarisierung des gesellschaftlichen Denkens entgegenzuwirken, über deren mögliche Folgen aufzuklären und sich für friedliche Lösungen einzusetzen.
Hermann Mückler ist ein österreichischer Ethnologe und Kultur- und Sozialanthropologe sowie außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien. Seit November 2016 ist er Präsident des Dachverbands aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften PaN. Zu Wolfgang Effenbergers neuem Buch hat er im April 2026 ein besonders aussagekräftiges Vorwort verfasst. Mit freundlicher Genehmigung von Ethica.Media wird dieses Vorwort hier veröffentlicht:
„Unausweichlichkeit – tatsächlich ist dieser im Buchtitel verwendete Begriff jener, der so manchen bei der Betrachtung der aktuellen Weltlage spontan in den Sinn kommen mag. Drohgebärden, Aufrüstung, Krieg, Zerstörung – die Welt scheint ungebremst auf eine Katastrophe zuzusteuern, ohne dass jene Stimmen, die zu einem Innehalten und einem Überdenken der aktuellen Handlungsszenarien und -strategien aufrufen, ausreichend Gehör finden. Dass diesem Begriff in der Titelzeile des Buchumschlags kein Fragezeichen hintangestellt ist, zeigt bereits, dass es sich in diesem Buch nicht um vorsichtig formulierte Möglichkeiten einer Entwicklung, sondern um realistische und mit Argumenten untermauerte Annahmen handelt, die sich auf zahlreiche detailliert recherchierte und analysierte Indizien stützen. Annahmen, deren Verwirklichung sich derzeit durch vielerlei Anzeichen bestätigen und die gleichzeitig Optionen für Alternativen zusehends schmälern. Steuern wir auf einen ultimativen Konflikt zu? Stehen wir vor dem Beginn des Dritten Weltkriegs? Hat dieser nicht schon in seiner schleichenden hybriden Form längst begonnen? Könnte das vielleicht sogar die ultimative Auslöschung der Menschheit zur Folge haben? Es gibt viele Fragen, die sich bei der Betrachtung der aktuellen weltpolitischen Lage zwangsläufig ergeben, und die eine seriöse, behutsame sowie unabhängige und gleichzeitig in der Sache klare, dogmenbefreite schonungslose Erörterung erfordern, um Antworten auf das Warum des Ist-Zustands zu finden und um die herausfordernde Situation, in der sich die Welt gerade befindet, zu verstehen.
Eine Erörterung, die nur von jemandem bewerkstelligt werden kann, der sich der komplexen historischen und gegenwärtigen gesellschaftspolitischen, ökonomischen, technologie- und militärbezogenen Zusammenhänge in ihrer engen Verwobenheit bewusst ist und weiß, welche Mechanismen und angemaßte Deutungshoheiten wie funktionieren, sodass bestimmte Interessensgruppen ihre Macht- und Herrschaftsansprüche mit den ihnen zugänglichen Machtmitteln durchsetzen können. Dies kann nur von jemandem bewerkstelligt werden, der ein breit gefächertes Wissen aufweist, welches sich nicht nur an traditionelle Fächergrenzen hält, sondern inter- und transdisziplinär verortet ist. Es muss ein Autor sein, der aus der sinnvollen Verknüpfung multipler Zugänge und Blickwinkel in der Lage ist, daraus multiperspektivische Schlussfolgerungen zu ziehen, welche ideologisch bedingte Einseitigkeiten und dogmatische Verkürzungen von vornherein ausschließen. Es kann auch nur ein Autor sein, der über mehrere Dekaden hinweg die internationalen, multi- und supranationalen Dynamiken einer sich schnell verändernden Welt im Blick behalten und gleichzeitig nationale, zwischenstaatliche und sogar lokalspezifische Entwicklungen aufmerksam verfolgt hat. Ein Fachmann folglich, der bereits auf eine einigermaßen lange Lebens-, Erfahrungs- und Wirkenszeit zurückblicken kann und beispielsweise auch die Epoche des Kalten Krieges mit ihrer bipolaren Konfrontation noch aktiv als Involvierter und Betroffener erlebt hat und daher in der Lage ist, die Wurzeln etlicher rezenter Entwicklungen unter dem Blickwinkel einer Genese historisch verortbarer Ursächlichkeiten und Vorläufer zu betrachten. Schlussendlich kann solch ein Buch nur von jemandem verfasst werden, dem ein ausgeprägtes Wahrheitsbedürfnis zu eigen ist und dem es ein großes Anliegen ist, den Dingen auf den Grund zu gehen und jene Zusammenhänge sichtbar zu machen, die aus diversen macht- und gesinnungspolitischen Gründen bewusst oder unbewusst vernachlässigt oder gar unterdrückt wurden und werden. Vermutlich – ich erwähne dies als letzten Punkt wünschenswerter Qualifikation für einen solchen Autor – muss auch dessen Empathiefähigkeit in großem Ausmaß gegeben sein, denn nur wenn man die Menschen respektiert und schätzt, ist man bereit, sich als Warner vor drohenden Gefahren zu exponieren und dabei in Kauf zu nehmen, dass man auch Kritik vergegenwärtigen muss. …“
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https://eticamedia.eu/produkt/der-kalte-geist-des-krieges
„Der Krieg ist der Vater aller Dinge“ – soll der griechische Philosoph Heraklit gesagt haben. Doch aus dem Vater aller Dinge kann schnell der Zerstörer aller Dinge werden. Die Weltkriege und die Entwicklung moderner Waffensysteme haben dies auf erschütternde Weise gezeigt.
Heute ist der Krieg zurück in Europa. Doch seine Wirkung reicht weit über die Schlachtfelder hinaus. Bedrohungen werden zum Dauerzustand, militärische Antworten als alternativlos dargestellt und politische Entscheidungen von der Logik des Krieges bestimmt. „Omniwar“ steht dabei für eine neue Form des Krieges, der nicht auf das Schlachtfeld begrenzt ist, sondern ganze Gesellschaften erfassen und alle Lebensbereiche durchdringen kann.
Wolfgang Effenberger verfolgt die Entstehung dieser Kriegslogik über Jahrzehnte – von den strategischen Konzepten des Kalten Krieges und der Gründung des US-amerikanischen Training and Doctrine Command (TRADOC) bis zu den militärischen und technologischen Entwicklungen der Gegenwart. Er untersucht die dahinter liegenden Interessen und Machtstrukturen sowie die zunehmende Verbindung von Politik, Militär, Wirtschaft und Technologie.
Künstliche Intelligenz, autonome Waffensysteme, Hyperschallwaffen, digitale Überwachung und hybride Kriegführung verändern nicht nur die Art, wie Kriege geführt werden. Sie verwischen vor allem die Grenzen zwischen Krieg und Frieden, Militär und Zivilgesellschaft, Mensch und Maschine.
Welche Interessen und Strategien stehen dahinter? Welche Rolle spielen die USA, die NATO sowie Rüstungs- und Technologiekonzerne?
Und warum droht Deutschland zum militärischen Erstschlagziel zu werden?
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Siehe auch:
Aufstehen fürs Überleben – Frieden braucht ein Völkerrecht, das für alle gilt
Der Aufruf von Effenberger und Mortasawi im Licht des Iran-Krieges, westlicher Machtpolitik und der Gefahr einer weiteren Eskalation
Von Wolfgang Effenberger
10.10.2026
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Die alte Weltordnung ist vorbei – die neue gibt es noch nicht
Teil 1: Von der UN-Generalversammlung zur nuklearen Drohung um Kaliningrad: Europas Sicherheitsordnung am Scheideweg
Teil 2: Von der UN-Generalversammlung über Iran und Kaliningrad bis zur NATO-Nordflanke: Wie aus Abschreckung eine gefährliche Eskalationsdynamik werden kann
Von Wolfgang Effenberger
30.09. und 05.10.2026
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Weitere Schriften von Wolfgang Effenberger
https://wolfgangeffenberger.com/index.php
https://afsaneyebahar.com/category/wolfgang-effenberger
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(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
