Gedichte (02.09.2026)
Zeichen der Liebe
(26.08.2026)
Die Liebe hat tausend Gesichter
Die Gitter sah der Vogel
und sang trotzdem mit Inbrunst
das Lied des Lebens
Die Gitter verschwanden nicht
jedoch ihre Macht über den Augenblick
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Das Immerwährende
(26.08.2026)
Es bleibt nicht
es wird
Kein Haus hält es
kein Weg beendet es
Es holt das Verborgene ans Licht
und verhüllt das Sichtbare neu
Sei die Knospe
die nur blüht
wenn sie sich öffnet
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Weggefährte
(27.08.2026)
Die Macht der Tyrannen ist groß
der Weg steiniger als gedacht
Wir gehen an dem Schmerz
nicht wegschauend vorbei
Jeder von uns trägt in sich
ein Stück Fremde
einen stillen Schrei
Und doch reicht ein kleines Licht
um Schritt neben Schritt
gemeinsam weiterzugehen
Wenn wir irgendwann ankommen
wird aus all dem Weinen
ein glühendes Lied
zum Aufarbeiten der Trauer
für ein gedeihliches Leben
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Warum ich schreibe
(28.08.2026)
Nicht für den Namen schreibe ich
nicht für das Brot oder den Ruhm
oder aus Angst vor Einsamkeit
Ich schaue hin, trauere, suche und öffne
nicht weil ich sicher bin
dass sich etwas öffnen lässt
sondern weil
es sich sonst nie öffnen würde
Ich möchte wissen
ob die Trauer unveränderlich ist
oder ob auch Schmerz und Leid
lernen können zu verschwinden
Deshalb schreibe ich weiter
nicht um endlich zur Ruhe zu kommen
sondern um herauszufinden
ob Ruhe möglich ist
Vielleicht kommt sie
nach all dem Reinigen, Pflegen und Warten
nicht als Antwort, sondern als etwas
das wächst
und gleichzeitig gedeihen lässt
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Alternativen
(28.08.2026)
Der Tyrann sagte:
Es gibt keine Alternative. Basta!
Der nach Wahrheit Suchende dachte:
Gerade in gesellschaftlichen Fragen
gibt es stets unterschiedliche Möglichkeiten!
So säte er geduldig
weiterhin Lichtkörner aus.
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Sehnsucht
(28.08.2026)
Die Sehnsucht
dass aus dem Verstehen
unbekannte Samen aufgehen
und dass Leid sich beheben lässt
gibt mir täglich Kraft
die Sonne wieder zu begrüßen
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Aufrecht weitergehen
(29.08.2026)
Trotz täglich jaulender Kriegstrommeln
trotz verdunkelnder Rechtfertigungen
trotz des herrschenden Wahnsinns
geh mit mir aufrecht weiter
mit Liebe und Weisheit
Wie fließendes Wasser
das tausendmal Frühling in sich trägt
werden wir durch den Stein
einen Weg bahnen
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Heimweh
(29.08.2026)
Der Spätsommer
ist in unserm Garten angekommen
Er öffnet zärtlich bunte Blüten
ohne nach meiner Herkunft zu fragen
Mein Herz kennt aber die Wege zurück
zu einem Land
das vielleicht nur in mir
auf mich wartet
Manchmal ist Heimweh eine Wunde
die zur Quelle der Schöpfung wird
Manchmal ist es eine Tür
hinter der immer noch
etwas Unvergessliches blüht
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Verwurzelt und frei
(29.08.2026)
Mein Herz, dieses Meer
es kocht
weil ich diese Erde liebe
Alles, was mein Blick besingt
schöpft aus diesem Meer
Aus dem schweren Feuer
von Arbeit, Denken und Liebe
steigt mein Zorn gegen die
die nicht verstehen wollen
gegen die
denen jedes Mitgefühl fehlt
sobald ein Gefühl
auch nur etwas
von Gerechtigkeit und Schönheit enthält
Sie fürchten
den freien Gedanken
Sie fürchten
das eigenständige Handeln des Menschen
Darum fliehen sie vor dem Menschen
Und machen aus jedem Ort
einen Ort des Krieges
Sie zünden das Feuer an
und kennen kein Erbarmen
Mein Herz, dieses Meer
es kocht selbst durch die Bewegung
eines kleinen Wurms in der Erde
und wird hell
vom Sprung des Gedankens
in den Himmel
Vielleicht ist das Leben
genau dies:
Die Erde unter uns
und der Gedanke
der über sie hinausgeht
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Schmetterlingsflieder
(29.08.2026)
Tausend kleine Blüten
schmücken deine Zweige
und erzählen von dir
Eine nehme ich zärtlich in meine Hand
Eine Biene gesellt sich zu uns
trägt ihren Fleiß summend
von Blüte zu Blüte
So wird aus Arbeit ein Duft
der den Himmel meiner Träume erfüllt
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Die folgenden Gedichtbände können als PDF-Datei unentgeltlich heruntergeladen werden:
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