Gedichte (08.09.2026)
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O ihr Liebenden, singt
(05.09.2026)
O ihr Liebenden, singt
zuversichtlich, wissend:
Diese dunkle Nacht
währt nicht ewig
Mag der Sturm toben
die Wolke der Unterdrückung
wird weichen –
oder Tropfen um Tropfen fallen
Die Trauer hat ihre Wurzeln
im Übel der Trennung
O ihr Liebenden, singt
das Lied der Verbundenheit
Wo Unwissenheit und Zwang
Hoffnung und Erneuerung vernichten
entfacht, ihr Liebenden
freimütig und eigensinnig
das Feuer
der Liebe und des Wissens
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Damawand
(05.09.2026)
Wie du
standhafter Berg
erhaben und unvergänglich
ist meine Liebe
zu jener alten Heimat
Sie knospet in meinem Herzen
am Abend und am Morgen
im Winter und im Frühling
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Herzensblicke
(06.09.2026)
Wir verweilen in einem Raum
mit vier Wänden
und vielen Fenstern
Jeder sehnt sich nach Licht
und singt
sein eigenes Gedicht
Wir kommen der Wahrheit näher
wenn wir unsere Blicke
miteinander verweben
wenn unsere Herzen
einander finden
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Banner der Herzlichkeit
(06.09.2026)
Wieder pflanzen wir Blumen
unter dem Hagel der Pfeile
Wieder pflanzen wir Blumen
in Trümmer und Geschrei
Unser Banner ist eine Blume
mit Herzlichkeit genährt
Unsere Sehnsucht nach dem Leben
bleibt ungebrochen
bleibt frei
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Läuterung
(06.09.2026)
Ich schließe die Augen
und schwebe in die Träume
Fern von Spott und Lärm
schöpfe ich Kraft
aus Liebe, Licht und Wärme
Gereinigt kehre ich zurück
und läutere meine Worte
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Bedürfnis
(06.09.2026)
Wir bewegen uns in dieser Welt
nicht geringer als ein Staubkorn
In dieser Weite
stehen wir auf eigenen Füßen
Mit Vernunft und Güte
sehen wir zurück
und nach vorn
Wir suchen die Rettung aller
auf dem Gipfel
wie im Tal
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Der Baum
(07.09.2026)
Mal gebeugt dein Stamm
mal gebrochen dein Ast
und doch
stehst du aus eigener Kraft
tief verwurzelt
in der Erde
Du streckst deine Zweige
zum Himmel
stolz und frei
Du, mein Vorbild
du Zärtlicher
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Mondlichtträne
(07.09.2026)
Vom Berg
kam ich ans Meer
Als Sandkorn
riss mich das Wasser
in die Tiefe
In einer Muschel
reifte ich
Vom Taucher ans Licht geholt
vom Goldschmied gefasst
schmücke ich
Ohr, Hals und Hand
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Lichtkörner
(07.09.2026)
Wohin ich schaue
Krieg
offen oder geschickt verkleidet
durch Täuschung und Verführung
Und mitten darin
die Vergifteten
ohnmächtig wartend
mit zerbrochener Fahne
ohne Hoffnung
die Gebrochenen
gefangen in Gehorsam
und Heuchelei
die Käuflichen
mit ihren großen Parolen
im Dienst der Tyrannei
Und dennoch
sehe ich die Freien
die mit Liebe und Weisheit
Lichtkörner aussäen
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Verbindung
(07.09.2026)
In dieser weiten Welt
wünsche ich mir
einen tiefen Blick
auf mich und die anderen
auf Zerbrochenes und Ganzes
auf Vertrautheit und Feindschaft
auf Gesagtes und Ungesagtes
auf Zurückgebliebene und Fortgeschrittene
damit Wunden heilen
damit Generationen sich wiederfinden
In dieser weiten Welt
wünsche ich mir
einen tiefen Blick
auf mich und die anderen
für Liebe und Verbundenheit.
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