Gedichte (13.09.2026)
Die Brücke
(08.09.2026)
Aufrecht, frohen Herzens
mit offenem Gesicht
machst du dich zur Brücke
über der Schlucht
In deiner Brust
entzündest du ein Feuer
und lässt
hundert helle Hoffnungen
in dein Herz
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Botschaft der Herbstblume
(08.09.2026)
Alles, was sichtbar wird
hat seinen Lauf
Anfang, Blüte
Reife, Vergehen
Betrachte mich im Herbst
in deinem Garten
noch einmal in voller Pracht
Doch sei gewahr
Die Zeit ist kurz
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Kreislauf
(08.09.2026)
Das Feuer in meiner Brust
ist für dich
ein Geschenk
aus der Vergangenheit
von denen
die vor uns waren
In meinem Herzen
ist eine Welt
wieder jung geworden
Grünes Dasein
und Dichten
strömen im leidenschaftlichen Feuer
meiner bewegten Seele
Gib mein Feuer
strahlend, erhobenen Hauptes
weiter
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Unverstellt
(09.09.2026)
Geborgen in der Sanftheit
deines zarten Blickes
deutet und zeichnet
der alte Erneuerer
deine Visionen
zwischen Traum und Wachen
Er führt dich
in das Universum des Wortes
dichtet dir
die Verheißung des Unverstellten
des Lebendigen
und haucht den Wind
der Einfachheit
der Schöpfung
in dein Leben
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Die Blüte der Feder
(09.09.2026)
Trübe nicht durch Groll
Licht, Auge und Fenster
Reinige deine Brust
vom Schmutz
Entferne den Rost
von deiner Kehle
Füllst du das Tintenfass
ganz und gar
mit der Liebe zur Erde
wird die Feder
Blüten treiben
und die Sicht
sich weiten
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Wiederkehr
(09.09.2026)
Du fragst
wie Glück und Unglück wiederkehren?
Erinnere dich an den Samen
den wir aus Großmut und Liebe ausstreuten
und an jenen
den wir aus Neid und Hochmut nicht säten
an das Weinen
das wir hörten und mit Mitgefühl beantworteten
und an die Träne
die wir sahen
und vor der wir versteinert das Gesicht abwandten
Erinnere dich an das Gelernte
das wir mit Mühe, Eifer und Beharrlichkeit ins Leben trugen
und an jene Lektion
die wir aus Torheit und Leichtsinn übersahen
an die Hand
der wir in Verständnis und Freundschaft die Ehre erwiesen
und an den Gruß
den wir aus Vorurteil unbeantwortet ließen
Erinnere dich an den Ruf
den wir zur Erprobung und Begegnung nährten
und an den Schrei
den wir um eines Namens, um eines Brotes willen
erniedrigt aus der Kehle stießen
Erinnerst du dich?
So kehren Glück und Unglück wieder
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Lebenslauf
(10.09.2026)
Ein Herz erschuf ich
halb Frau, halb Mann
mal in heiterer Lust
mal im Schmerz
mal mit Gedicht und Leidenschaft
mal den Blick auf Träume gerichtet
mal in Trauer, Zweifel und Rückzug
Zum eisigen Klang des Winters
zum goldenen Gesang des Sommers
zum farbenfrohen Fest des Frühlings
zum Herbst der hundert Staubwirbel
im Recht wie im Unrecht
in Zeiten des Schweigens oder des Aufschreis
erschuf ich für die Gemeinschaft
einen Menschen
mit dem Tag vertraut
wachsam in der Nacht
Aus Unglauben und Glauben
auf den Wegen von Wissen und Güte
dem Kleinod Mensch zuliebe
erschuf ich auch im Alter
einen jungen Menschen voll Edelmut
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Der Baum und das Sein
(10.09.2026)
Ein Wanderer kam, voller Zweifel
und setzte sich dicht an einen Baum
Er sprach:
Sag mir die Wahrheit
Wie bist du trotz dieses ewigen Wechsels
so berauscht geblieben
von der Liebe zum Leben
Der Baum antwortete:
Schau auf meine Wurzeln
und erkenne das Geheimnis
Tief und weit
haben sie sich in die Erde gewunden
Sie halten in Ehren
die edle Erde und das Wasser
Sie sind vertraut geworden
mit dem Schicksal unzähliger Sterne
die seit Jahrtausenden
ihre Bahnen ziehen
Und ohne uns wären diese Sterne
keinen einzigen Augenblick
in Erwartung und Bedrängnis
Darum bleibe ich
berauscht von der Liebe zum Leben
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Die folgenden Gedichtbände können als PDF-Datei unentgeltlich heruntergeladen werden:
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