Gedichte (24.09.2026)

Gedichte (24.09.2026)

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Lampionblume

(11.09.2026)

„Wenn die Liebe blüht

singen Vögel in Scharen

strahlen Blumen heller

schmeckt der Regen nach Zärtlichkeit“

sagt die Lampionblume zu mir

während ich sie hege

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Begegnung

(11.09.2026)

Aus einem alten, fernen Land

erschien eine vertraute Gestalt

aus dem Stamm der Liebe

und der Freude

Sie durchquerte

meine Steppe der Trauer

ließ Blütenworte zurück

Das Lächeln der Sehnsucht

holte sie

aus meiner verborgenen Schatzkammer

leicht wie im Traum

und setzte sich

einen Augenblick zu mir

Der Regen ihrer Zärtlichkeit

wurde Balsam

für meine alten Wunden

Mein gereinigtes Herz

entkam der Verwüstung

Den Himmel meiner müden Augen

der ohne Sterne Tautropfen übersah

füllte sie mit Regenbogen und Licht

Und die Fäden

des Bandes der Trauer

lösten sich

Ich war frei

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Ein Licht

(11.09.2026)

Die Finsteren

fern von Liebe

fern von Weisheit

sind zum Mord

am Menschengeschlecht bereit

Sie trachten danach

Erinnerungen auszumerzen

den Morgen zu zerstören

das Licht zu verbannen

Lasst uns ein Licht entzünden

Vielleicht finden dann

die im Dunkel Verweilenden

einen Weg

zu einer gerechten Ordnung

in dieser Welt

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An deiner Seite

(12.09.2026)

Es gibt Zeiten

in denen das Wahrgenommene

wie Schläge des Schreckens wirkt

Vernachlässige ich den weiten Blick

kann alles über mir zusammenstürzen

Augen voll Schmerz und Rauch

Herzen zerrissen von Heuchelei und Betrug

Ohren betäubt vom Krächzen der Schwätzer

Worte verdreht bis zur Unkenntlichkeit

in einem gebeutelten Land

vom Heulen der Schakale und Hyänen

gefangen im unfruchtbaren Zauber

der käuflichen Gebildeten

Und doch

an deiner Seite

mit der Sehnsucht

nach einem gedeihlichen Leben

sammle ich fleißig

in einem kristallenen Gefäß

aus Liebe, Nachsicht und Reinheit

glücklich Tropfen für Tropfen

den Tau

damit Samen wachsen

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Für die Erwachsenen von morgen

(12.09.2026)

Wenn Dunkelheit

Tropfen für Tropfen

auf das Buch des Lebens fällt

tauche ich die Feder

ins Tintenfass der Hoffnung

Eine neue Blüte der Morgendämmerung

geht in meinen Augen auf

Ich öffne das Fenster

zu Reinheit

zu klarem Wasser

und wasche die Trauer

aus den Worten

Da kommt ein Beistand

Die Wärme seines Blicks

die Zärtlichkeit seiner Weisheit

voll Perlen und Sterne

Eine Handvoll dieser Kostbarkeiten

bekomme ich geschenkt

Und ich nähe ein Gewand

aus Seide, Licht und Freude

als Geschenk

für die Erwachsenen von morgen

die fern in der Steppe verweilen

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Zeichen

(12.09.2026)

Was nützt es

wenn Licht und Freude

verachtet werden

zu sagen:

Ich liebe dich

Gerade dann

sprich von der Liebe

auf dem Höhepunkt

der Verderbtheit

dieser hartherzigen Toren

damit ein Zeichen bleibt

eine Wirkung

von der gepflanzten Blume der Liebe

in der Kälte

der unfruchtbaren Nacht

des Kapitals

mit all seinen

Gelehrten und Schergen

Schau hin

Schon unterwegs ist

aus dir

aus mir

aus uns

jener Aufstieg

den wir Frühling nennen

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Wesentliche Unterschiede

(13.09.2026)

Wörter sind wie Pflanzen und ihre Früchte

Manche Pflanzen

wachsen am Rand der Wüste

manche auf fruchtbarem Land

manche dort

wo Fluss und Meer sich begegnen

manche werden mit Liebe gepflegt

andere wachsen wild

Und die Früchte:

Eine arbeitende Hand

kann sie gepflückt haben

Ein Dieb, ein Großgrundbesitzer

können sie geraubt haben

Vielleicht werden sie überreicht

von einem gütigen Menschen

mit einem zarten Lächeln

Vielleicht werden sie angeboten

von einem Händler für eine Münze

So sehen Gegensätze

manchmal gleich aus

bis du ihre Geschichte

mit dem Ohr des Herzens hörst

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Wachsam

(13.09.2026)

Sei wachsam

Manchmal kämpft die Finsternis

gegen die Finsternis

um ein noch stärkeres Gefängnis zu bauen

für das Licht

für das Wasser, das Leben schenkt

für die Morgendämmerung

Manchmal kommen sie

als Boten des Lichts

als Boten der Vernunft

im Namen der Menschenrechte

und legen heimtückisch

ihre Schlingen

um Tau und Sterne

Sie weisen den Weg

zur verheißenen Stadt

der Goldenen Zeiten

und reden von Wahrhaftigkeit

von Liebe und Güte

Doch hüte dich vor dem Wasser

dem die Reinheit des Taus fehlt

vor dem Wort

dem Wahrheit und Lauterkeit fehlen

vor einem Frieden

der auf Unrecht gebaut ist

auf Unwissen und Gewalt

Denn dieser Frieden

ist kein Balsam

Er ist eine neue Wunde

am Leib der Menschheit

Und aus der unfruchtbaren

Salzwüste des Hasses

abgeschnitten vom Meer

erhebt sich langsam

sein Haupt

ein faules Gemisch

das die Seele vergiftet

Sei wachsam

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Die folgenden Gedichtbände können als PDF-Datei unentgeltlich heruntergeladen werden:

Bilder einer Reise

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Damawand

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Wenn die Liebe ruft

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Der Klang des Wassers Gang

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Es kommt auf dich an

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Blickwechsel. Lyrik, 2025

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