Gedichte (26.10.2026)
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Sämtliche Fotos stammen von Herrn Mohsen Daschti.
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Warmherzigkeit
(09.10.2026)
Die Wurzeln tief in der Erde
das Herz weit wie das Meer
den Blick zum Himmel gewandt
Augen und Herz
gewaschen im Wasser der Liebe
Mag Kummer
wie Pfeile vom Himmel regnen –
wir tanzen voller Lebensfreude
denn die Warmherzigkeit
hat uns verzaubert
PDF: Warmherzigkeit
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Aussichtspunkt
(09.10.2026)
Steh auf
Steig empor wie eine Zypresse
Blick ein wenig weiter in die Ferne
Schau genau
was hinter dir liegt
und dann
richte deinen Blick nach vorn

PDF: Aussichtspunkt
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Wiederkäuen
(11.10.2026)
Wie lange noch willst du
die Worte anderer wiederkäuen
den eigenen Verstand beiseitelegen
und fremden Hirngespinsten folgen
Wie lange noch willst du
dich auf die Krücken anderer stützen
Wann endlich ziehst du Lehren
aus deiner eigenen Vergangenheit
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Schach
(11.10.2026)
Mal mit Drohung
mal mit Belohnung
machen sie dich zu ihrer Spielfigur
mit Intrigen, List und Täuschung
stellen sie dir Fallen aller Art
Sie sagen:
Komm aufs Feld
und reite nach unserer Schule!
So nehmen sie dir
Denken, Kraft und Tatvermögen
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Mitschuldig
(14.10.2026)
Mal gelb, mal rot, mal schwarz
mal mit einem süßen, freundlichen Gesicht
mal sprechen sie vom Gewissen und sagen:
Dieses Heer steht für Menschenrechte!
Du siehst die verführerische Maske
gibst dich selbst preis
nimmst ein Körnchen von der Beute
und wirst selbst Teil der fatalen Schuld
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Der goldverzierte Käfig
(14.10.2026)
Ohne Stimme
ohne Gehör
bist du gefallen
in einen goldenen Käfig
der Weg versperrt
eine Fessel um den Hals
Ab und an wiegst du dich
in spiritueller Erhabenheit
Du suchst vergeblich
den Käfig nur in dir selbst
Du blickst nicht
aus dem Gefängnis hinaus
und trittst auf der Stelle
Sei ehrlich –
Du hängst an diesem Käfig
Worüber klagst du noch
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Blumengarten
(15.10.2026)
Warum erbarmt sich niemand
unseres unheilbaren Schmerzes
Warum klopft niemand mehr
an das traurige Haus unseres Herzens
So denkst und handelst du
immer tiefer
in deiner Schwermut versinkend
Warte nicht
in Niedergeschlagenheit
und Versagen verharrend
auf den großen Retter
Wovon träumst du noch
fern von all den Sonnen
Wasche den Staub des Verfalls
von Zunge, Ohren und Augen
Blicke einen Augenblick nach innen
dorthin, wo das Licht ist
Du selbst bist Stern und Himmel
du selbst bist Wiese und Blumengarten

PDF: Blumengarten
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Der Atem der Gütigen
(17.10.2026)
Die letzten warmen Tage des Herbstes
nehme ich dankend wahr
gehe durch den stillen Wald
Auf meiner Haut
Sonnenlicht wie Seide
In meinem Kopf
tausend Gedanken
hell und voller Sehnsucht
Eine Wolke
Faden für Faden gelöst
rein und weiß
vom Wind berührt
zieht durch das Herz des Himmels
Die Blätter zögern
zwischen Bleiben und Gehen
Die Zugvögel singen
und nehmen Abschied
Ich denke an jene Weitherzigen
die nicht blind
den falschen Inseln des Glücks folgten
die sich nicht
in der Enge des Nichtwissens verloren
die in schwerer Zeit
nicht den Mut verloren
die gütig
Brot, Namen und Leben gaben
wenn es eng wurde
In ihrem blühenden Leben
waren sie geduldig
und gingen den Weg der Gerechten
PDF: Der Atem der Gütigen
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Die folgenden Gedichtbände können als PDF-Datei unentgeltlich heruntergeladen werden:
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