Ein Kapitalist in Pjöngjang und die neue multipolare Welt. Von Pablo Sanz Bayón (26.08.2026)

Ein Kapitalist in Pjöngjang und die neue multipolare Welt

Ein Bericht aus erster Hand über den wirtschaftlichen Wandel Asiens, westliche Sanktionen und andere Zwangsmaßnahmen sowie den Aufstieg einer multipolaren Welt jenseits der westlichen Hegemonie.

Von Pablo Sanz Bayón

26.08.2026

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wird mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors, Pablo Sanz (Frontiere), veröffentlicht.

Felix Abt (Schweiz, 1955) entspricht weder dem traditionellen Bild eines westlichen Diplomaten noch dem eines geopolitischen Analysten, der seine Analysen vom Schreibtisch aus anstellt. Nach seiner Ausbildung im globalen Unternehmensmanagement bei multinationalen Großkonzernen wie der ABB-Gruppe und F. Hoffmann-La Roche traf er 2002 eine Entscheidung, die sein Leben neu definieren sollte: den Umzug nach Nordkorea.

Zunächst war er dort als Landesdirektor von ABB tätig, bis sich der ABB-Konzern aufgrund zunehmenden politischen Drucks seitens seiner wichtigsten westlichen Märkte aus dem Land zurückzog. Er spielte eine Vorreiterrolle beim Aufbau der Pyongyang Business School, war Mitbegründer und Vorsitzender der ersten ausländischen Handelskammer (European Business Association) und gehörte damit zu den wenigen Westlern, die direkten Zugang zu den industriellen, staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen des isolierten Regimes hatten.

Felix trat in zahlreichen Medien auf und wurde von diesen interviewt, darunter CNN, FOX News, ABC, BBC, Le Monde, das Handelsblatt, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, AFP, Businessweek, die Financial Times und Bloomberg.com, und hat verschiedene Wirtschaftsverbände beraten.

Sein bahnbrechendes Buch „A Capitalist in North Korea: My Seven Years in the Hermit Kingdom“ (2014) (Ein Kapitalist in Nordkorea: Meine sieben Jahre im „Eremitenreich“) zeichnet ein Bild der nordkoreanischen Gesellschaft, das weit entfernt ist von der monolithischen Karikatur, wie sie von den westlichen Medien dargestellt wird.

Nachdem er miterlebt hatte, wie die UN-Sanktionen seine Joint Ventures in der Pharma- und Softwarebranche zunehmend strangulierten, zog Abt nach Vietnam, wo er weitere Unternehmen gründete. Von dort aus beobachtet er aufmerksam den wirtschaftlichen Aufschwung Südostasiens, setzt sich für eine multipolare Vision der Weltordnung ein und beleuchtet die Realität Asiens durch unabhängige Analysen und Plattformen wie seinen persönlichen Blog auf Substack.

Lesen Sie das vollständige Interview:

https://forumgeopolitica.com/de/artikel/ein-kapitalist-in-pjngjang-und-die-neue-multipolare-welt

PDF: psb26082026

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Siehe auch:

Kampf der Giganten

Warum China und Russland die globale Vorherrschaft der USA ablehnen

Von Daniele Ganser

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Erfolgreiche Paranoia und die Kriegsökonomie

Vortrag von Fabio Vighi

28.01.2026

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