Gedichte (21.06.2026)

Gedichte (21.062026)

Schmarotzer unserer Zeit

(10.05.2026)

Die Parasiten fragte ich

ob es ihnen bewusst ist

dass sie ihre Wirte

in den Tod treiben

Kaltherzig antworteten sie

mein Gedankengang sei ihnen

bedeutungslos und lebensfremd

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Fremdheit

(15.05.2026)

Nicht wenige glauben, mir nahezustehen

Bei Beschreibung der Bedeutung

der benutzten Begriffe

klaffen jedoch Welten auseinander

Die bequeme Oberflächlichkeit wütet

in diesem einst blühenden Land

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Einfach schön

(29.05.2026)

Es gibt wunderschöne Erscheinungen

bei denen mir das Herz aufgeht

wie das Aufsteigen der gelben Rose

in Begleitung der tief-violetten Klematis

mit unserem alten Apfelbaum

als geduldige Kletterstütze

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Makabre Normalität

(15.06.2026)

Im schwarzen Gewand

in weißen Leichentüchern

läuft das Elend beklemmend herum

Schnell geraten in Vergessenheit

die Verbrechen der großen Gewaltherrscher

in Gaza und anderswo

Fußballspiele bewähren sich wieder

als anziehende, geräuschvolle Schau

die bedacht berauschend präsentiert wird

Erstorben schweigt das Gewissen

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Unser Garten

(18.06.2026)

Die Gespräche im Sonnenglanz

mit liebevoll gepflegten Blumen und Bäumen

schenken mir beflügelnde Glückseligkeit

Und wenn das Lachen der Enkelkinder

sich erfrischend hinzugesellt

gedeiht Glück noch spürbarer

in unserem Garten

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Betrachtung

(18.06.2026)

„Endlos lang

bleibt die sternenlose Nacht“

sagen sie ungeduldig und mutlos

„Endlos lang

brennt das Feuer in meinem Herzen“

sage ich gelassen und zuversichtlich

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Abstreiten

(18.06.2026)

Wenn du mit deinen Händen

die Augen krampfhaft zuhältst

und das Helle nicht siehst

bestreite nicht töricht

das Bestehen des Hellen

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Leuchtkäfer

(18.06.2026)

Damit vieles

im Dunkel nicht zu Gespenstern wird

nimm die Leuchtkäfer zum Vorbild

und beleuchte kraftvoll

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Gegebenheiten

(18.06.2026)

Ganz unter uns:

Sie arbeiten emsig und offen daran

Doch ist es noch nicht so weit

Ganz unter uns:

Gib deine Mündigkeit nicht vorauseilend ab

Es kommt auf jede einzelne Stimme an

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Gewebe

(19.06.2026)

in Erinnerung an Wolfgang Jung (27.01.1938 – 21.06.2024)

Aus Zorn und Traurigkeit

aus tiefsten Sehnsüchten

mit Wissen, Weitblick und Liebe

weben die Wahrheitssuchenden

fleißig, betroffen und bewusst

festen, feinen Stoff

für die Segel der Gerechtigkeit

für die Flügel der Lebensfreude

denn ihre Erfahrung zeigt

dass beherzte Bewegung befreit

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Bleibende Aufgabe

(19.06.2026)

Die Maschinerie erzeugt rastlos Sensationen

Die Nachrichtenflut behindert gründliches Denken

Die Gewaltherrscher taumeln tobend siegesbetrunken

Liebste! Auch diesmal bleibt die Aufgabe bestehen

beharrlich auf die tiefen Gründe der Ungerechtigkeiten

einfallsreich und verständlich hinzuweisen

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Hafen

(19.06.2026)

für Verena Tobler

Wenn das Elend mir die Kehle zudrücken will

fliehe ich in das tröstende Reich der Poesie

Dort erlebe ich Kraft schöpfend

wie viel Berührendes und Verbindendes

in den Menschen steckt

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Die folgenden Gedichtbände können als PDF-Datei unentgeltlich heruntergeladen werden:

Bilder einer Reise

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Damawand

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Wenn die Liebe ruft

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Der Klang des Wassers Gang

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Es kommt auf dich an

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Blickwechsel. Lyrik, 2025

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