Psychoanalyse: Über unbewusste Motive von Kriegstreiberei, Passivität und Widerstand. Von Andreas Peglau (10.4.2026)

Erstens: Was bringt Politiker dazu, wachsende Kriegs-, sogar Atomkriegsgefahr herbeizuführen?

Zweitens: Was hindert die große Masse der Menschen daran, sich gegen diese existenziellen Bedrohungen zu wehren?

Drittens: Wodurch schafft es trotz alledem eine gar nicht so kleine Minderheit, Widerstand zu leisten?

 

Psychoanalyse: Über unbewusste Motive von Kriegstreiberei, Passivität und Widerstand

Von Andreas Peglau

10.4.2026

Andreas Peglau, geboren 1957 in Berlin/ Hauptstadt der DDR, ist Diplom-Psychologe, psychoanalytischer Psychotherapeut, war in der DDR u.a. Studentenklubleiter und Redakteur bei Jugendradio DT 64. Er forscht und publiziert zu psychosozialen Themen, gab 2020 den Originaltext von Wilhelm Reichs „Massenpsychologie des Faschismus“ heraus, lebt in Vorpommern.

Ich bin ein 1957 in der DDR geborener Psychologe und Psychoanalytiker, wurde 2013 mit einer Arbeit zur Psychoanalyse im Nationalsozialismus promoviert. Seit über 50 Jahren beschäftigt mich das Wechselspiel zwischen Individuum und Gesellschaft. Seit 2025 befasse ich mich genauer mit psychosozialen Voraussetzungen für Friedfertigkeit und „Kriegstüchtigkeit“. Wollen Menschen keinen Frieden? Drängen unsere Anlagen nach mörderischer Gewalt? Mitnichten.

Der Blick in Geschichte, Archäologie, Anthropologie und Psychologie lässt ein ganz anderes Bild entstehen. Von den sechs Millionen Jahren, die meist für die Menschwerdung veranschlagt werden, gibt es für 5.988 Millionen Jahre, also für 99,98 Prozent davon, keinerlei Indizien für Krieg. Weit verbreitete Aussagen wie „Der Krieg kam mit dem ersten Menschen auf die Welt“ – verkündet von Ex-US-Präsident Barack Obama –, entbehren jeder seriösen Grundlage. Die Frage, ob „Kriegstüchtigkeit“ zur menschlichen Natur gehört, lässt sich wissenschaftlich untersuchen – und mit einem klaren Nein beantworten.

Menschen kommen nachweislich „gut“ auf die Welt: als sensible, kontaktfreudige, mitfühlende, liebevolle, liebenswerte, neugierige, wissbegierige, kreative, prosoziale Wesen. Das Hinnehmen steigender Kriegsgefahr, erst recht Kriegstreiberei sind daher erklärungsbedürftig. „Kriegstüchtig“ müssen wir erst „gemacht“ werden.

Weiterlesen:

https://ostdeutscheallgemeine.com/article/psychoanalyse-ueber-unbewusste-motive-von-kriegstreiberei-passivitaet-und-widerstand-10029189

******

Siehe auch:

Lasst uns keine Marionetten sein! Plädoyer für Selbstbestimmtheit, Friedensfähigkeit und eine realisierbare Zukunftsvision

Von Andreas Peglau

Ostern 2026

https://afsaneyebahar.com/2026/04/18/20706910/

******

DDR 2.0? Braucht die Friedensbewegung eine Zukunftsvision?

Von Andreas Peglau

Vortrag, gehalten am 28. März 2026 im Brigitte-Reimann-Literaturhaus Neubrandenburg

https://afsaneyebahar.com/2026/03/29/20706568/

******

Weitere Schriften von Andreas Peglau

https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/

https://afsaneyebahar.com/category/andreas-peglau/

******