Buchempfehlung: Schwarzbuch EU & NATO. Warum die Welt keinen Frieden findet. Von Wolfgang Effenberger

Buchempfehlung

Wolfgang Effenberger:

Schwarzbuch EU & NATO

Warum die Welt keinen Frieden findet

Werte Leserinnen und Leser,

bevor ich auf ein wertvolles Buch aufmerksam mache, soll eine wichtige Tatsache erwähnt werden, die bewusst von vielen politischen Akteuren in Deutschland verschwiegen wird: Im Falle einer Mehrheit im Bundestag ist mit einer regulären einjährigen Frist der Austritt aus der NATO möglich. Mit einer Frist von zwei Jahren kann der Stationierung ausländischer Streitkräfte in Deutschland ein Ende gesetzt werden [1].

Das Buch „Schwarzbuch EU & NATO. Warum die Welt keinen Frieden findet“ von Wolfgang Effenberger (ehemaliger Zeitsoldat, Bauingenieur sowie Lehrer, Politikwissenschaftler, historischer Sachbuchautor)  ist in der zweiten Jahreshälfte 2020 mit einem Vorwort von Prof. Dr. Hermann Mückler (österreichischer Politikwissenschaftler und Völkerkundler) beim Verlag „zeitgeist Print & Online“ erschienen [2]:

„Die Europäische Union wurde ehemals gegründet, um die Nationalstaaten zu entmachten, damit nie wieder Krieg in Europa herrscht. 2012 erhielt die EU sogar den Friedensnobelpreis. Und doch plant sie eine europäische Armee. Auch ihre undemokratischen Strukturen und intransparenten Verzahnungen mit den Interessen der Großkonzerne stoßen immer wieder auf Kritik.

Dem Nordatlantikpakt, kurz NATO, haftet noch immer das Image an, ein Verteidigungsbündnis zu sein. Unterschlagen wird die expansive Osterweiterung oder der völkerrechtswidrige Krieg gegen Jugoslawien, der – ohne UN-Mandat – maßgeblich von der NATO geführt wurde.

Im „Schwarzbuch EU & NATO“ werden die Nachweise geliefert, dass beide Organisationen alles andere als friedensstiftend sind. Der Autor untersuchte ihre Ursprünge, die Gründungsmythen, stellt die Hintermänner vor und legt den eigentlichen Masterplan offen. Hier fügt sich auch die Corona-Pandemie ein, deren politische Komponente im Buch ausführlich behandelt wird.“

In seiner Rezension schreibt PD Dr. Jörg Schierholz [3]:

„Effenberger bringt die massiven globalen gesellschaftlichen Veränderungen unseres kulturellen, sozialen und politischen Zusammenlebens in eine Verbindung mit den derzeitigen Macht- und Herrschaftsverhältnissen, basierend auf der Gründungsgeschichte der EU und der NATO.

Der Autor beginnt mit einer Beschreibung der Persönlichkeiten, die maßgeblich Einfluss auf die Umsetzung der Idee eines vereinigten Europas hatten. Ein Beispiel ist die einflussreiche Familie Dulles, deren Mitglieder an der Finanzierung der Alliierten Seite im ersten Weltkrieg, der Organisation der Reparationszahlungen sowie der späteren Aufrüstung des 3. Reiches maßgeblich beteiligt waren und später im Hintergrund, unter anderem als CIA-Direktor und US-Außenminister, am Gründungsgeschehen der NATO und der Vorläuferinstitutionen der EU beteiligt waren. Die Verbindungen von Jean Monnet, Coudenhove-Kalergi und Winston Spencer Churchill zu den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungszirkeln – immer in Verbindung mit der Hochfinanz – werden im Detail beschrieben. Insbesondere die Rolle Churchills, der die drohende Annahme des deutschen Friedensangebots durch die kriegsmüde englische Regierung 1916 clever zu unterlaufen wusste, bis hin zu seiner wegweisenden Europa-Rede 1946 in Zürich „Let Europe arise“ – dies vermittelt wahrhaftig neue Perspektiven der EU-Gründungsgeschichte.

Es kommt dann Schlag auf Schlag – zur Kompensation der kriegsbedingten Überproduktion der USA wurde der Marshall-Plan entwickelt, damit die stabilisierten europäischen Märkte wieder US-Waren aufnehmen konnten – auf Kosten der jeweiligen finanzpolitischen Souveränität. Die Truman-Doktrin, der Marshall-Plan, der bis heute wegweisende National Security Act und die Gründung der CIA in den USA werden mit den Aktivitäten, die damals starken kommunistischen Bewegungen gerade in Frankreich, Italien und Griechenland zu bekämpfen, in eine Linie mit der zu Beginn rein wirtschaftlichen Verflechtung der europäischen Nationen gebracht. Vom Brüsseler Militärpakt, der zuerst gegen ein wiedererstarkendes Deutschland und später gegen die Sowjetunion gerichtet war, bis zur Gründung der NATO 1949 in Washington (1955 folgte die Gründung des Warschauer Paktes) und des Europarates – der Autor beschreibt die Hintergründe der Entstehung der beiden Deutschlands auf der Basis dieser Weichenstellungen.

Nach der Deklaration des Schuman-Planes unter Aufsicht der USA wurde die Montanunion, der Vorläufer der EU, geschaffen und zeitgleich die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik vorbereitet – gegen den Willer einer kriegstraumatisierten Bevölkerung – um im Gegenzug mehr staatliche Souveränität beim gleichzeitigen Eintritt in die NATO zu erhalten. Völlig unbekannt ist heute, dass die US-Streitkräfte anfangs ohne Wissen der Adenauer-Regierung in Deutschland Atomwaffen stationierten. Heute wissen wir, dass alle atomaren Taktik- und Strategieszenarien der NATO im Kriegsfall zur völligen Auslöschung West- und Mitteldeutschlands geführt hätten.

Die Verbindung der IG-Farben mit dem Rockefeller-Trust, Rotschild/ J.P. Morgan und weiteren amerikanischen Konzernen wird in Zusammenhang gebracht mit dem Wirken von Walter Hallstein, der im 3. Reich die Planung eines Nachkriegseuropas unter der Kontrolle der Nationalsozialisten und des I.G. Farben-Kartells verantwortete, und seiner erstaunlichen Karriere nach dem Krieg als Mitunterzeichner der römischen Verträge und erster Präsident der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.

Von der Strategie der Flexiblen Erwiderung über die Kuba-Krise bis zur Friedensbewegung, zum heißen Herbst 1983 und der janusköpfigen Unterstützung von Saddam Hussein beim irakisch-iranischen Krieg sowie den ersten und zweiten Krieg gegen den Irak – Wolfgang Effenberger beschreibt im Detail, wie USA/NATO immer wieder über gezielte Fehlinformationen die Öffentlichkeit über ihre wirklichen Absichten täuschten.

Eine andere, ungewohnte Perspektive erhält der Leser auch bezüglich der Hintergründe der Kriege in Jugoslawien, vor allem in Bezug auf die Rolle des damaligen Außenministers Joschka Fischer, der aus einer im Geist des Pazifismus gegründeten Partei heraus den Vorgaben aus Washington folgte und unter Täuschung des Parlamentes den ersten völkerrechts-widrigen Krieg Deutschlands führen ließ – letztlich, um der NATO im Rahmen der Osterweiterung in Kosovo die neben Ramstein größte Militärbasis zu ermöglichen.

Lesenswert sind auch die Ausführungen zu unterschiedlichen Regime-Change-Aktivitäten mit Hilfe der NATO und Deutschland als wichtigstem US-Flugzeugträger außerhalb der USA: in Libyen (Wir kamen, sahen und er starb…), beim arabischen Frühling (New York Times: US groups helped nurture arab uprisings), in Syrien (Merkels „Assad muss weg“ in Verbindung mit dem Greater Middle East Project der USA), und in der Ukraine bis zur kritischen Rolle und Finanzierung der Weißhelme.

Der Autor gewährt einen tiefen Einblick in die strategische Rolle der NGOs und deren Verbindungen zum Multimilliardär und Finanzmarktspekulanten Soros und seiner Open Society Foundation sowie der EZB-Chefin Lagarde und der ins Amt getricksten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Die analysierte Oligopolstellung der deutschen Medienlandschaft über die Familienkonzerne von Springer, Bauer, Burda und Mohn machen teilweise die Homogenisierung der journalistischen Inhalte erklärbar. Vom 9/11-US Patriot Act über die Einschränkung der Bürgerrechte bis zur Covid-19 Pandemie und den damit verbundenen Propagandamaßnahmen, die Absicht, die Impfmaßnahmen global zu überwachen, bis hin zur Bargeldabschaffung, der dahinter stehenden Bill Gates Foundation und dem „Great Reset“ von WWF-Chef Schwab – Wolfgang Effenberger hat hier vorbildlich Fakten zusammengetragen, die mögliche Erklärungsmuster für viele der sonst unverständlichen Maßnahmen bieten.

Die Migrationskrise und die vom ehemaligen Goldman Sachs-Manager und UNHCR-Chef Peter Sutherland verantwortete drastische Kürzung der Versorgung der syrischen Flüchtlingslager, gebilligt von Angela Merkel und Obama, lassen diese angeblich „schicksalhafte, unvorhersehbare“ humanitäre Katastrophe in einem völlig anderen Licht erscheinen.

Auch dass die Black Lives Matter-Bewegung unter anderem Zuwendungen von der Rockefeller-Foundation erhält, deutet auf einen nicht ganz so spontanen Entstehungsprozess dieser Bewegung hin.

Dieses Buch hat eine unerhörte Informationsdichte, ist eine unerschöpfliche Quelle wichtiger Hintergrundinformationen der jüngeren europäischen Geschichte, mit Hunderten von Literaturangaben, die es möglich machen, dass ein kritischer Leser auch die Primärquellen nachvollziehen kann. Wer seriöse Erklärungsmuster für die neuere europäische Geschichte und deren supranationale Institutionen abseits des Mainstreams sucht und für abstruse Verschwörungstheorien wenig übrig hat, ist mit diesem Buch bestens bedient.“

Die Lektüre des Kapitells „Die Welt im Zangengriff von Covid-19“ möchte ich besonders empfehlen (Seite 443 bis 514). Es handelst sich hierbei um einen fundierten Beitrag zur vielschichtigen Betrachtung und zum besseren Begreifen der aktuellen Misere in Deutschland.

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages werden das Inhaltsverzeichnis des Buches sowie das Vorwort von Prof. Dr. Mückler hier veröffentlicht.

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Wolfgang Effenberger:

Schwarzbuch EU & NATO

Warum die Welt keinen Frieden findet

2020, zeitgeist Print & Online

640 Seiten

ISBN: 978-3-943007-31-2

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Ergänzungen

Interview: Wolfgang Effenberger – Der Versuch, eine unipolare Welt aufzubauen, ist vorbei!

27.2.2021

https://www.hendrikweber.net/l/interview-wolfgang-effenberger/

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Diktatur der “Humanität”: Finanzindustrie und WEF am Ziel?

Von Wolfgang Effenberger

11.1.2021

https://kenfm.de/diktatur-der-humanitaet-finanzindustrie-und-wef-am-ziel/

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Im Gespräch: Wolfgang Effenberger (“Schwarzbuch EU & NATO: Warum die Welt keinen Frieden findet”)

KenFM

1.11.2020

https://kenfm.de/im-gespraech-wolfgang-effenberger/

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Schwarzbuch EU & NATO

https://www.facebook.com/schwarzbuch.eu.nato

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Im Gespräch: Wolfgang Effenberger (“Geo-Imperialismus: Die Zerstörung der Welt”)

KenFM

4.5.2020

https://kenfm.de/wolfgang-effenberger/

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