„[…] Die Lügen der Trump-Regierung erinnern auffallend an diejenigen, mit denen Israel seine Kriegsverbrechen im Gazastreifen rechtfertigt. Die israelische Armee hat monatelang – mit voller diplomatischer, finanzieller und materieller Unterstützung durch die US-Regierung – einen Krieg zur kollektiven Bestrafung und Vernichtung durchgeführt, bei dem Schulen, Krankenhäuser, Flüchtlingslager und Wohnblöcke ins Visier genommen und zehntausende Zivilisten ermordet wurden. Genau wie in Minab wird auch im Gazastreifen jedes Verbrechen als legitime „Selbstverteidigung“, Angriff auf angebliche „menschliche Schutzschilde“ oder als unerfreulicher „Fehler“ dargestellt, der sich aufgrund fehlerhafter Geheimdienstdaten eingeschlichen hat. Die bewusste, systematische Zerstörung des gesellschaftlichen Lebens wird mit Rhetorik über „Präzisionsangriffe“ und „Kollateralschäden“ bemäntelt. Das Ziel ist in beiden Fällen das gleiche: eine unterdrückte Bevölkerung durch Terror zu unterwerfen, Gebiete zu entvölkern und den Weg für die Vorherrschaft des Imperialismus freizumachen. Unmittelbar nach dem Angriff in Minab legten Trump und Netanjahu nahe, dass der Iran die Schule selbst bombardiert habe. Dabei handelt es sich um einen neuerlichen Aufguss der grotesken Lügen, dass palästinensische Widerstandskämpfer für die Bombardierung von Krankenhäusern und UN-Schulen im Gazastreifen verantwortlich seien. Das Pentagon wusste von Anfang an, dass in der Shajarah-Tayyebeh-Schule eine Tomahawk-Rakete eingeschlagen ist, die von einer ihrer Plattformen in der Nähe abgefeuert worden war, und dass es eine dreistellige Zahl von Todesopfern gab. Dass die Verantwortung für das Massaker erst mit Verzögerung eingestanden wurde, liegt daran, dass die Trump-Regierung für die Ausarbeitung einer offiziellen Rechtfertigung für den Angriff mehr Zeit und Mittel aufwendet, als sie es bei der Durchführung des Raketenangriffs selbst tat.“
Pentagon-Untersuchung: Mädchenschule in Minab wurde von US-Rakete getroffen
Von Kevin Reed
13.3.2026
Laut einem Bericht der New York Times kommt eine interne Untersuchung des Pentagon zu dem vorläufigen Ergebnis, dass das US-Militär am ersten Tag des illegalen Krieges der Trump-Regierung gegen den Iran in der Stadt Minab ein Kriegsverbrechen verübt hat.
Die Enthüllungen der Times basieren auf Aussagen von „US-Regierungsvertretern und anderen mit den vorläufigen Ergebnissen vertrauten Quellen“. Sie zeigen, dass der Angriff, bei dem mindestens 150 Kinder getötet wurden, Teil des verbrecherischen Kriegs war, dessen strategisches Ziel die koloniale Unterwerfung des Iran durch den US-Imperialismus ist.
Am Samstag, dem 28. Februar, dem ersten Tag des Kriegs gegen den Iran, wurde die Mädchengrundschule in Minab in der Provinz Hormosgan während der Unterrichtszeit von einem Präzisionsangriff mit Raketen vernichtet. Laut Zeugenaussagen wurde die Schule dreimal hintereinander angegriffen, wodurch das Dach einstürzte und die Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren sowie ihre Lehrkräfte unter sich begrub.
Laut iranischen Medien und offiziellen Vertretern des Landes wurden zwischen 168 und 180 Menschen getötet, darunter mindestens 150 Schülerinnen. Damit handelt es sich um den bisher tödlichsten Angriff auf Zivilisten in der Anfangsphase des Konflikts.
Weiterlesen: https://www.wsws.org/de/articles/2026/03/12/txex-m12.html
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Siehe auch:
14. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran
Von Jochen Mitschka
13.3.2026
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Hat Netanjahu Trump besiegt? Der unehrenhafte Krieg gegen den Iran und die Frage der nuklearen Erpressung durch Israel
Wenn du mit dem Teufel tanzt, ist der Tanz so lange nicht vorbei, wie du ihn tanzt.
Von Joaquin Flores
10.3.2026
https://peds-ansichten.de/2026/03/israel-usa-aggression-iran-netanjahu-trump-briten/
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Globale Zündschnüre: Russlands Armageddon-General und Irans asymmetrischer Triumph
Scheitert die US-Strategie „Win in Complex World 2020-2040“?
Von Wolfgang Effenberger
12.3.2026
https://afsaneyebahar.com/2026/03/13/20706324/
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Der laufende Angriffskrieg gegen den Iran und die Entwicklungen innerhalb der BRICS-Staaten
Eine Analyse in zwei Teilen
Von Pepe Escobar
10. und 12.3.2026
https://afsaneyebahar.com/2026/03/12/20706305/
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Warum der Iran den Krieg bereits gewonnen hat
Von Patrick Ringgenberg
(Assoziierter Forscher, IHAR, an der Universität Lausanne in der Schweiz)
8.3.2026
https://afsaneyebahar.com/2026/03/09/20706277/
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Europas selbstzerstörerische Iran-Politik
Glenn Diesen im Gespräch mit Michael von der Schulenburg
12.3.2026
Englisches Original:
Maschinell erstelltes deutsches Manuskript:
https://www.video-translations.org/transcripts/3238_Diesen_2026_03_12_de-DE.pdf
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US- und NATO-Militärbasis in Ramstein schließen Die US- und NATO-Basis Ramstein ist ein zentraler Knotenpunkt amerikanischer Militärpolitik in Europa. Von hier aus werden Kriege koordiniert, die nicht nur das Völkerrecht infrage stellen, sondern auch Deutschland politisch und sicherheitspolitisch in Haftung nehmen. Die Debatte über Ramstein führt deshalb zu einer grundsätzlichen Frage: Welche Rolle spielen US-Militärbasen und die NATO im globalen Machtsystem der Vereinigten Staaten – und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Frieden und Sicherheit in Deutschland? Von Sevim Dagdelen 11.3.2026 https://overton-magazin.de/top-story/us-und-nato-militaerbasis-in-ramstein-schliessen/ […] Wem Frieden und Sicherheit heute für Deutschland am Herzen liegen, der muss deshalb auf die Schließung der US-Militärbasen wie auch auf einen Austritt aus der NATO drängen. In einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zur Austrittsfrage heißt es im letzten Satz verräterisch offen: „Sowohl der Aufenthaltsvertrag als auch das NATO-Truppenstatut können aufgekündigt werden. Nach Nr. 3 der Vereinbarung vom 25. September 1990 zu dem Vertrag über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland kann die Bundesrepublik Deutschland den Aufenthaltsvertrag in Bezug auf eine oder mehrere Vertragsparteien unter Einhaltung einer Frist von zwei Jahren beenden. Nach Art. XIX Abs. 1 und 3 NATO-Truppenstatut kann jede Vertragspartei das Abkommen mit einer Frist von einem Jahr nach Eingang der Notifizierung bei der Regierung der USA kündigen. Obwohl die Möglichkeit einer Kündigung rechtlich besteht, dürfte sie politisch nicht gangbar sein.“ […]