Beit Atfal as Soumoud – das Haus der standfesten Kinder. Von Karin Leukefeld (7.3.2026)

Beit Atfal as Soumoud – das Haus der standfesten Kinder

Von Karin Leukefeld

7.3.2026

 

(Red.) Wir lesen die Zeitung, hören Radio und schauen Fernsehen. Die Tagesaktualität hat Vorrang. Aber es gibt auch eine Realität, die kaum beachtet wird: Menschen, die sich um die unzähligen Opfer der seit Jahrzehnten anhaltenden israelischen Vertreibungspolitik und um die Waisenkinder der Opfer kümmern. Karin Leukefeld war selber in so einem Heim und hat mit den Pflegenden gesprochen. Eine kleine, aber beachtenswerte Reportage. (cm)

 

Beirut, 24. Februar 2026. Kassem Aina hat wie immer ein freundliches Lächeln im Gesicht. Groß und aufrecht steht der 80-Jährige in seinem Büro, das mit palästinensischen Stickereien und Bildern „aus der Heimat“ ausgestattet ist.

Hinter dem Schreibtisch hängt ein großes Bild der Al Aksa Moschee und der Geburtskirche in Jerusalem. An der Seitenwand sind die Fotos der „Straßen von Jerusalem“ auf einem Plakat zu sehen. Ebenso ein Bild und ein Gedicht von Mahmud Darwish und ein Bild von Handala, dem zehnjährigen palästinensischen Jungen. Der politische Karikaturist Naji al Ali malte sich selbst in der Figur des Handala, der sich aus Protest gegen die Nakba, die Vertreibung von 700.000 Palästinensern aus ihrer Heimat, weigerte, weiter zu wachsen, bis er in sein Dorf zurückkehren würde. Naji al-Ali wurde als Zehnjähriger 1948 mit seiner Familie aus einem unweit von Tiberia gelegenen Dorf vertrieben und wuchs im Flüchtlingslager Ain al Hilwa, nahe der Stadt Sidon im Libanon auf. 1987 wurde er in London von einem Agenten des israelischen Mossad erschossen.

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PDF: KL7.3.2026

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Siehe auch:

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