Die USA wollen die Gewalt im Nahen Osten eindämmen; dabei ist der Iran (eine Art) „Verbündeter“. Von Alastair Crooke (26.2.2024)

Die USA wollen die Gewalt im Nahen Osten eindämmen; dabei ist der Iran (eine Art) „Verbündeter“

Von Alastair Crooke

26.2.2024

https://strategic-culture.su/news/2024/02/26/us-seeks-cap-middle-east-violence-in-this-iran-kind-ally/

Übersetzung von Andreas Mylaeus

Der Widerstand will seine kalibrierte Kontrolle aufrechterhalten, um Israel zu zermürben, während Israel direkt zu seiner „Armageddon-Vision“ übergehen will.

Israels Doppelstrategie für den Libanon besteht darin, durch direkte Angriffe Druck auszuüben, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen, und gleichzeitig diplomatischen Druck auszuüben, um die Hisbollah zu vertreiben – nicht nur von der Grenze, sondern auch aus den Gebieten jenseits des Litani-Flusses (etwa 23 km nördlich).

Nur die Hisbollah rührt sich nicht.

Sie bleibt unnachgiebig: Sie will nicht aus ihrer historischen Heimat im Süden vertrieben werden – und weigert sich, überhaupt über das Thema zu diskutieren.

„Wenn diese Bedrohung nicht auf diplomatischem Wege beseitigt wird, werden wir nicht zögern, militärische Maßnahmen zu ergreifen“, betonen israelische Minister wiederholt. Eine Umfrage der israelischen (hebräischen) Zeitung Ma’ariv ergab, dass 71 Prozent der Israelis der Meinung sind, Israel sollte eine groß angelegte Militäroperation gegen den Libanon starten, um die Hisbollah von der Grenze fernzuhalten. Auch hier schließen sich die USA der israelischen Meinung an, dass Israel eine Militäroperation im Libanon durchführen muss.

Der US-Sonderkoordinator Amos Hochstein betonte zwar, dass die israelische Bevölkerung unbedingt in ihre Häuser im Norden Israels zurückkehren müsse, erklärte aber, dass die USA dennoch bestrebt seien, den Konflikt im Libanon so gering wie möglich zu halten. Er skizzierte:

„Wir haben versucht, die Kämpfe so weit wie möglich einzudämmen und an dauerhaften Lösungen zu arbeiten, die zu einer Einstellung der Feindseligkeiten führen können. Wir müssen die libanesischen Streitkräfte in großem Umfang aufbauen; wir müssen die Wirtschaft im Südlibanon wiederherstellen. Dazu brauchen wir eine internationale Koalition der Unterstützung, nicht nur die USA.“

Einfach ausgedrückt: Die Hisbollah hat innerhalb Israels eine Puffer-„Feuerzone“ geschaffen, die sich seitlich über 100 km erstreckt und 5-10 km tief eindringt. Israel will diesen Puffer zurück und besteht nun auf einem eigenen Puffer tief im Libanon, um seinen zurückkehrenden Grenzbewohnern zu versichern, dass sie in Sicherheit sind.

Die Hisbollah weigert sich, auch nur einen Zentimeter nachzugeben, während der Krieg im Gazastreifen weitergeht – so verschmelzen die beiden Probleme miteinander.

Weiterlesen: AC26.2.2024

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Siehe auch:

Russlands Sieg in der Ukraine findet in Zentralasien Widerhall

Von M. K. Bhadrakumar

25.2.2024

Übersetzung von Andreas Mylaeus

https://afsaneyebahar.com/2024/02/26/20698312/

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Angeblich hat Russland wieder mit Atomkrieg gedroht. Hier ist, was Medwedew wirklich dazu (und zu anderen Dingen) in seinem Interview vom 24.2.2024 gesagt hat.

https://afsaneyebahar.com/2024/02/26/20698325/

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Zwei Jahre Militäroperation: Kindische Fantasien des Westens treffen auf russische Realitäten

Von Pepe Escobar

24.2.2024

Übersetzung von RT

https://afsaneyebahar.com/2024/02/27/20698338/

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