Das Ende der Heuchelei? Von Jochen Mitschka

Das Ende der Heuchelei?

Von Jochen Mitschka

1.2.2024

Erwartungsgemäß war das Urteil des Weltgerichtes ein politisches. Es hatte nicht gewagt, das Wort Waffenstillstand zu verwenden, aber es war ansonsten ein eindeutiges vorläufiges Urteil gegen das noch so starke Imperium der westlichen Kolonialstaaten und die USA. Craig Murray erklärt, warum das Votum des Gerichtes für Israel vernichtend ist. Und gerade als ob der Westen zeigen wollte, wie unwichtig das Urteil sei, stoppt er die humanitären Hilfen über die UNO, weil angeblich 12 von tausenden Mitarbeitern mit der Hamas kooperiert hatten, oder mehr mit Hamas in Kontakt waren, was angesichts der Verwaltung von Gaza durch die Hamas unvermeidbar ist. Selbst wenn in ein oder zwei Jahren Israel wegen Völkermord verurteilt wird, ist es irrelevant für die bis dahin geschaffenen Fakten, also Tote, Verstümmelte, Traumatisierte, zerstörte Wohnungen und Besiedlung durch israelische Siedler. Und so wird das Gericht keinerlei Einfluss auf die Verbrechen haben. Diese Art der Politik ist die Fortsetzung von Aktionen, Handlungen, und Erschaffung von medialen Realitäten, die lange vorher, auch schon vor und während 1948 zu beobachten waren. Um das zu verdeutlichen will ich die Analyse eines Historikers zur Nakba, also der ersten großen Vertreibung von Palästinensern durch Israel, heranziehen. Eine Beschreibung, die diametral den Geschichten entgegenstehen, welche Vertreter aller politischen Parteien am 17. Mai 2019 im Bundestag verkündeten. Beginnen wir aber mit einer Wertung der Aussagen des IGH / ICJ zu dem Fall „Völkermord durch Israel in Gaza“.

Weiterlesen: https://apolut.net/das-ende-der-heuchelei-von-jochen-mitschka/

PDF: https://apolut.net/das-ende-der-heuchelei-von-jochen-mitschka//?print-posts=pdf

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Siehe auch:

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag ist weitgehend dem Antrag Südafrikas gefolgt und hat mit teils 16:1, teils 15:2 Stimmen provisorische Maßnahmen gegen Israel beschlossen.

28.1.2024

https://afsaneyebahar.com/2024/01/28/20698039/

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«Israel kann im globalen öffentlichen Raum nicht überleben»

Von Patrick Lawrence, 30.1.2024

Deutsche Übersetzung 3.2.2024

Redaktion von Global Bridge: Während die Zahl der von den israelischen Streitkräften getöteten Palästinenser im Gaza-Streifen auf über 27’000 angestiegen ist – ein Großteil davon Frauen und Kinder –, weigern sich die USA immer noch, zu einer generellen Waffenruhe aufzurufen. Aber Joe Biden versucht mit Sanktionen gegen vier – vier! – israelische Siedler verlorene politische Sympathien zurückzuholen. Doch die Weltöffentlichkeit beginnt sich in zwei Lager zu spalten – nicht zum Vorteil Israels, wie unser Kolumnist Patrick Lawrence aus den USA meint.

https://globalbridge.ch/israel-kann-im-globalen-oeffentlichen-raum-nicht-ueberleben/

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Der IGH bestreitet Behauptungen über unanfechtbare moralische Ziele und erschüttert das westliche Machtgefüge

Das brisante Thema, das im Mittelpunkt der IGH-Entscheidungen steht, wird wahrscheinlich zum Dreh- und Angelpunkt der neuen Ära werden  – einer Ära des Kampfes und der Spaltung des Westens.

Von Alastair Crooke, 31.1.2024

Übersetzung von Andreas Mylaeus, 3.2.2024

https://seniora.org/wunsch-nach-frieden/der-wunsch-nach-frieden/der-igh-bestreitet-behauptungen-ueber-unanfechtbare-moralische-ziele-und-erschuettert-das-westliche-machtgefuege

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